Lustige Kehrtwenden

Beliebt aus strategischen Gründen ist in der Politik neuerdings, dass man öffentlich etwas bereut, am besten in einem Buch zur Sommerzeit. Nicolas SARKOZY bedauert z.B. öffentlich und schriftlich manches Verhalten seinerseits; François HOLLANDE lässt nun auch Bedauerns-äusserungen durchblicken – ja da kann ja auch Donald the TRUMPEL nicht fehlen! Er bedauert, manches falsch und unüberlegt gesagt zu haben und verspricht, von nun an nur die Wahrheit zu sagen. Ahhhhhhhhhhh, tut das gut! Und so lustig! Leider sind uns solche Auftritte bei osmanischen oder östlichen Alleinherrschern nicht vergönnt. Da hat man halt keine Wahl, und deshalb gibt es nichts zu bedauern!

Ein Witz … aus Frankreich

Der Witz heisst Nadine MORANO, ist Europaabgeordnete der französischen Konservativen (Les Républicains, Parteichef Nicolas Sarkozy), ist blond, bewirbt sich für die Präsidentenwahl 2017 und vergleicht vollverschleierte Frauen mit Nazis aus dem Dritten Reich! Das muss man erstmal hinkriegen!

Sommerloch

Jetzt aber schnell, bevor sich das Sommerloch wieder schliesst: Jetzt muss das Ei gelegt werden, damit alle Welt darüber spricht – im normalen Alltag würde das keinen interessieren! Also, was nun? Einen CSU-Bundeskanzlerkandidaten ins Gespräch bringen? Einen Skandal an den Haaren herbei ziehen? Vor einer ganz schlimmen Gefahr warnen? Mein Produkt platzieren, meinen Hit, Buch oder Film noch schnell auf den Markt werfen? Jetzt wird es knapp – dass wir Besuch von Aliens haben, oder dass es Trickbetrüger gibt – wissen das schon alle? Was soll ich nur … schon Mitte August und die Welt spricht noch nicht von mir! …

Yes we great!

Die Republikaner setzen zum Endspurt im Wahlkampf zur Präsidentschaft 2016 an. Ihr Kandidat Donald the Trumpel schlägt neben seiner Schmalzlocke auch allen Rat aus dem Wind und entscheidet sich für einen neuen Wahlslogan. Der Wahlslogan muss einfach sein – sonst kann er ihn sich nicht merken. Er muss kurz und knapp und griffig sein, sonst können seine Fans ihn nicht brüllen. Er darf nicht mehr als 3 Worte haben – weil nicht jeder Fan bis auf 3 zählen kann. Er muss auf Gefühl setzen, begeistern, und sein Programm auf den Kopf treffen. Und er soll an erfolgreiche Slogans anknüpfen, aber ohne dass man es merkt. Deshalb kommt nur 1 einziger Slogan in Frage: YES WE GREAT!

Donald Trumpel the Great

Wie viel kann man in Sachen Humor von Donald the Trumpel lernen! Donald liebt nichts mehr als sich selbst! Das schönste Geschenk, das man ihm machen kann ist ein Spiegel! Am besten natürlich ein überdimensionaler Spiegel. Oder ein Vergrösserungsspiegel! Dann kann er ständig und in Übergrösse seine Goldlocke sehen. Wer ihn trotzdem lieber nicht als US-Präsidenten haben möchte, sollte ihn ständig beschäftigen mit VIP-Interviews, mit Möglichkeiten, sich zur Schau zu stellen, mit pausenlosem Applaus, mit Schmeicheleien und Bewunderungen jeder Art. Das geht ihm runter wie Öl – und allen ist damit gedient. Besser seine blond- geölte Schmalzlocke auf allen Kanälen als sein Hintern auf dem Präsidentenstuhl. Ja, Donald – Du bist der Grösste. Gewiss, Donald: Du bist der Beste! Nein Donald – Bush ist nicht dämlicher als Du! So, und jetzt geh schön spielen.

wie auf dem Schulhof

Da geht’s rund, wenn in der Pause der Donald den Wladimir trifft und ihm sagt, dass seine Atomraketen viel viel grösser seien als dem seine. Dann will der Recep nämlich auch mitspielen, woraufhin François zeigen muss, dass er nicht nur einen Privatfrisör sondern auch Atomsprengköpfe hat. Ein Schwarzafrikaner pöbelt dazwischen, jetzt sei aber er mal an der Reihe, und von einem Minarett brüllt einer runter, dass alle anderen blöd und gemein seien. Zuguterletzt fliegt dann noch eine bayerische Mistgabel dazwischen, tja, und dann ist die Pause vorbei.

wie klein ist das denn

Wenn einer sich gross aufregt, weil ein anderer behauptet, er habe einen Kleinen – dann kann es mit der Grösse nicht weit her sein.

Flugangst und neuer Therapie-ansatz

Wer unter Flugangst leidet, kann nun durch die Französische Fluggesellschaft Air France nachhaltig geheilt werden, und zwar gratis! Wer ein Ticket bei Air France bucht und gleichzeitig Flugangst hat, braucht sich nicht zu fürchten: Denn der Flug wird nicht stattfinden. Entweder streiken die Piloten. Oder es streikt das Bodenpersonal. Oder es streiken die Flugbegleiter. Oder es streiken die Fluglotsen. Ein ähnliches Konzept wird nun für Flugangstgeplagte in Deutschland in Erwägung gezogen: Flüge vom und nach dem Flughafen Berlin.

Fanatismus ist, wenn

jemand eine Regel über alles stellt, sogar über die Regel selbst. Und über alle anderen, die diese Regel respektieren und akzeptieren. Das ist wie wenn einer so intelligent ist, dass er schon wieder blöd ist. Kann aber auch recht lustig werden, Beispiel Strassenverkehrsordnung: Bei Rot stehen, bei Grün gehen. Der Extremist tritt schon bei Gelb extrem in die Bremsen – ohne Rücksicht, ob ihm jemand dadurch hintendrauf knallt. Der Fanatiker treibt es dann immer noch weiter: Wer nicht bei Gelb bremst, wird ausgepeitscht. Wer bei Rot erwischt wird, wird getötet. Wer jemanden sieht, der bei Rot über die Ampel fährt und das nicht meldet, der wird genauso getötet. Auch Krankenwagen und Feuerwehr im Noteinsatz: Bei Rot stehen bleiben! Sonst Todesstrafe! (Der Patient hinten ist dann vielleicht eh schon tot). Je nach eigenem Geschmack werden noch Sonderregeln zur eigentlichen Regel aufgestellt. Beispiel: Frauen dürfen nicht einmal bei Grün fahren. Gleichgeschlechtlich Orientierte dürfen nicht einmal in ein Auto steigen. Sonst (was sonst?) Todesstrafe. Noch witziger wird es, wenn „GOTT“ für die Begründung herhalten muss: Der Allmächtige will es so! Sein Gesetz sagt: Bei Rot stehen bleiben! Also (logisch !?) bei Gelb eine Vollbremsung. Am besten schon bei Grün abbremsen, jeder Verkehrssünder muss gekillt werden. Frauen müssen vollverschleiert im Auto sitzen – dadurch können sie die gelbe Ampel nicht sehen – Todesstrafe. …. Aberwitzig wird es, wenn der Fanatiker nicht mehr konsequent, sondern Fanatist ist: Dem Allmächtigen muss jeder aufs Wort gehorchen. Gewiss. Komisch nur – der Allmächtige hat mit keinem Wort eine rote oder grüne Ampel erwähnt! Trotzdem: Todesstrafe! Der Prophet hat niemals ein Auto benutzt – Kamele und Wüstenschiffe haben noch nie an einer Ampel gehalten. Trotzdem: Todesstrafe. Und wer nachfragt: Todesstrafe. Warum das alles? Weil halt! Weil der Fanatist es besser als sein Gott weiss.

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